Laura Crafton Gilpin war Krankenschwester, Dichterin und Verfechterin der Krankenhausreform. 1976 erhielt sie den Walt Whitman Award der Academy of American Poets für ihren Gedichtband „The Hocus-Pocus of the Universe“. Sie war Gründungsmitglied von Planetree, einer Organisation, die sich für patientenorientierte Pflege einsetzt. Nachfolgend ein Auszug aus ihrem eindrucksvollen Gedicht „Life After Death“.
Leben nach dem Tod IV
Die Dinge, die ich weiß:
wie die Lebenden weiterleben
und wie die Toten mit ihnen weiterleben
Damit in einem Wald
sogar ein toter Baum wirft einen Schatten
und die Blätter fallen eins nach dem anderen
und die Äste brechen im Wind
und die Rinde schält sich langsam ab
und der Stamm knackt
und der Regen sickert durch die Risse
und der Stamm fällt zu Boden
und das Moos bedeckt es
und im Frühling finden es die Kaninchen
und bauen ihr Nest darin
und haben ihre Jungen
und ihre Jungen werden sicher leben
im toten Baum
Damit in der Natur nichts verschwendet wird
oder verliebt.
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