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Eigenschaften.

RW: Oh, mein Gott.

Bob: Ich saß da ​​und dachte: „Oh mein Gott!“ Ich wusste, das war ein guter Test, denn diese Leute sind intelligent. Dann sagte David: „Du hörst also, dass diese Fotos auf alle die gleiche Wirkung haben.“ Also fragte er mich: „War das deine Absicht?“

Und ich sagte: „Ja. Tatsächlich ist es so. Ich bin froh, dass bestätigt wurde, dass es im Prinzip funktioniert hat.“

Er sagte: „Nein, das hat nicht einfach so geklappt. Das sind wirklich sehr, sehr gute Bilder.“ Das von ihm zu hören, hatte Gewicht und gab mir die Zuversicht, auf dem richtigen Weg zu sein. Dann drehte er sich um und sagte: „Das ist tatsächlich die wichtigste Arbeit, die ich heute Abend gesehen habe. Wer sind diese Männer?“

Ich sagte: „Das sind alles Obdachlose im Monterey County.“ Ich hatte den Satz noch nicht einmal beendet, da ging ein Raunen durch den Raum. Das widerlegte das Klischee komplett.

Mir wurde die soziale Tragweite dessen bewusst. Dann sagte David Bales: „Ich werde dir keinen einzigen Ratschlag geben. Du bist auf einer Reise; geh einfach. Schau, wohin sie dich führt.“

Ich war total begeistert. Jetzt habe ich 50 dieser Porträts. Ich versuche, genug Geld für das Projekt zu sammeln, um die Druck- und Rahmungskosten zu decken, was teuer ist, weil die Bilder so groß sind. Ich werde jeden Mann, den wir finden können, filmen. Wir werden eine relativ neue Technologie einsetzen, die man in Ausstellungen verwenden kann. Wenn Sie mehr über die Person auf dem Foto erfahren möchten, können Sie Ihr digitales Gerät auf das Bild richten, und ein Video wird angezeigt; das Porträt wird lebendig, und der Mann erzählt seine eigene Geschichte.

RW: Ich finde, was Sie da ansprechen, ist etwas ganz Besonderes.

Bob: Das wird unglaublich.

RW: Das ist eine heilsame, kraftvolle Geschichte. Wie hat sie Ihnen geholfen? Sie haben ja schon einiges angedeutet, aber sagen Sie doch bitte noch einmal, was sie Ihnen bedeutet hat.

Bob: Nun, es ist für mich eine transformative Erfahrung, ganz sicher in fotografischer Hinsicht. Ich blicke auf mein ganzes Leben und meine Karriere zurück, die mit Gemeinwesenarbeit und Bürgerrechtsbewegung begann. Nach zehn Jahren entwickelte sich daraus ein eigenes Unternehmen, das mir meinen Lebensunterhalt sichert, aber im Grunde drehte sich alles immer um Gemeinwesenarbeit und Organisationen.

RW: Sie sagten doch schon früh, dass Sie sich in der Bürgerrechtsbewegung engagieren?

Bob: Ja. Ich ging hauptsächlich in afroamerikanische oder lateinamerikanische Viertel, die sich im Niedergang befanden, und entwickelte Programme, um sie wiederzubeleben. Das habe ich zehn Jahre lang gemacht.

RW: Beim Hören Ihrer Geschichte habe ich das Gefühl, dass sich der Kreis geschlossen hat.

Bob: Es schließt sich der Kreis. Es ist wieder ganz am Anfang.

RW: Ein geschlossener Kreis, aber mit Bewusstsein und einer Art Integration in sich selbst…

Bob: Ja. Ein ganzes Leben voller Beobachtungen und Erfahrungen. Es ist wirklich fantastisch. Das verbindet sich jetzt mit meiner Arbeit mit anderen Menschen, einer anderen gesellschaftlichen Schicht, aber mit demselben Problem.

RW: Nachdem ich von Ihren Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Führungskräften gehört habe, hoffe ich, dass es einen Weg gibt, einige dieser Leute aufzurütteln und sie aus diesem schrecklichen Treiben der Konzerne, insbesondere gegenüber den einfachen Angestellten, herauszuholen. Ich hoffe, dass wir diese Menschen erreichen können. Können Sie das nachvollziehen?

Bob: Ja. Ich mache mir keine Illusionen darüber, in einem dieser Konzerne wirklich etwas zu verändern, aber ich glaube, die Workshops, die ich leite, sind für die Teilnehmer transformativ. Und es handelt sich um leitende Vizepräsidenten. Die Menschen, mit denen ich arbeite, haben also großen Einfluss auf das Leben vieler Menschen.

Sie haben zwar keine Kontrolle mehr über die Aktionäre und deren Gier, die heutzutage den Kern der Sache bildet. Aber nach einem zweitägigen Workshop mit mir werden sie sagen: „Es geht hier nicht nur um das Erlernen von Kommunikationstechniken. Es geht um eine wirklich wirkungsvolle Lebensstiländerung.“

Seit 2600 Jahren leben wir nach Werten, die wir anstreben, an denen wir aber meist scheitern. Je besser man diese Werte erkennt und sie in der Kommunikation zum Ausdruck bringt, desto einflussreicher wird man sein. Doch um das zu erreichen, muss man Einfluss auf etwas ausüben, das wirklich wertvoll ist – und ich meine damit nicht den Shareholder Value.

RW: Und ein hoher Wert wäre in diesem Fall?

Bob: Was allgemein gut für die Menschheit ist – und langfristig sogar gut fürs Geschäft –, kann schon mal seinen Job kosten. Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, und das meine ich ganz klar: In 45 Berufsjahren habe ich es nie bereut, die Wahrheit auszusprechen. Ich bin meinen Prinzipien stets treu geblieben. Ich habe dadurch zwar Jobs verloren, aber immer bessere gefunden. Ich würde es zwar nie garantieren, aber ich würde auch nie anders leben wollen.

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COMMUNITY REFLECTIONS

2 PAST RESPONSES

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Anne-Marie Bland Jun 15, 2015

wonderful! I read every word and loved it!

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Joan Jun 13, 2015

Wow. Very, very powerful!