Als ich den Song „Writing A Better Story“ schrieb, befand ich mich in einer Phase tiefgreifender innerer Auseinandersetzung. Diese umfasste Geschichten persönlicher Traumata, aber auch Erbschaften, die über Generationen hinweg mit mir getragen und schließlich auf mich übertragen wurden. Es gibt Geschichten, die ich und auch du mit dir trägst, die uns Halt geben, uns stärken und uns inspirieren, mitfühlendere Menschen zu werden und für eine bessere Welt zu arbeiten. Es gibt Geschichten von Mut und Widerstandskraft, die uns Hoffnung schenken. Aber es gibt auch Geschichten, die uns verletzten, uns an unserem eigenen Wert zweifeln ließen und unser Gefühl von Heiligkeit und Würde überschatteten. In diesem Song schrieb ich eine neue Geschichte, eine bessere als die, die ich bisher mit mir herumgetragen hatte. Es war ein Lied über Vergebung – eine Vergebung, die nicht Vergessen bedeutet, sondern eine bewusste Absicht und ein wachsendes Mitgefühl, das sich sogar auf uns selbst erstreckt.
„Writing a Better Story“ war ein Lied, das man unmöglich noch vor einem Jahr hätte schreiben können. Ich glaube, wir beginnen eine neue Geschichte, wenn unser Herz bereit ist. In dem Lied heißt es: „Ich bin dankbar für die Worte, die ich mir gemerkt habe, bevor ich wusste, dass ich sie für diesen Abschnitt brauchen würde.“ Ich denke, die Seele strebt nach Ganzheit und sammelt in sich, was sie für ihren nächsten Entwicklungsschritt benötigt. Eine liebe Freundin von mir sagt oft zu mir: „Carrie, du bist genau da, wo du sein sollst.“ Das gefällt mir, und ich denke oft an ihre Worte. Meine Freunde, alles hat euch hierher geführt, und ihr habt alles, was ihr braucht, um den nächsten Schritt zu gehen. Heute ist der Tag, an dem ihr eine gefährliche oder schädliche Geschichte beenden oder neu schreiben, eine stärkende Geschichte annehmen oder die wahrhaftigsten und heiligsten Geschichten, die ihr in euch tragt, vertiefen könnt.
Ich bin Schriftstellerin, Liedermacherin und Dichterin. Mich faszinieren die komplexen Geschichten des menschlichen Daseins. Ich liebe die wortlosen Erzählungen, die sich in einer wunderschönen Melodie erheben. Mich berührt der Schmerz und die Ehrfurcht vor den tiefsten Geschichten des Herzens und der Seele. Ich schöpfe Kraft aus den Geschichten des Unendlichen und Wahren in der Natur. Als Schriftstellerin habe ich gelernt, dass ich jeden Tag mit einem leeren Blatt Papier aufwache. Jeder von uns erwacht im Morgengrauen mit Stift und offenem Notizbuch. Ich kann auf diesem neuen Blatt über Scham, Wertlosigkeit, Hoffnungslosigkeit oder Spaltung schreiben, oder ich kann etwas Wahrhaftigeres, Tieferes und Lebensspendenderes schreiben. Ehrlich gesagt, schreibe ich manchmal beides. Doch ich weiß, dass in unseren persönlichen Geschichten von Mut und guten Absichten Kraft liegt. In unseren gemeinsamen Geschichten, die auf Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Güte gründen, liegt Stärke. Und dass Gefahr in den Geschichten von Misstrauen, Ausgrenzung und Angst liegt, die von Ohr zu Ohr, von Social-Media-Post zu Post weitergegeben werden. Einmal sagte jemand zu mir: „Carrie, du bist Folksängerin, gehört Hoffnung nicht zum Berufsbild?“ Das brachte mich zum Lachen. Und es stimmt, ich bin Folksängerin und daher oft übertrieben aufrichtig. Doch ich weiß, dass Hoffnung kein Selbstverständlichkeit ist, sondern eine bewusste Entscheidung, eine tägliche Absicht und Handlung. Eine bessere Geschichte zu schreiben ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine bewusste Absicht, die uns hilft, uns auf die nächste große Wendung einzustellen.
In diesem Lied steckt etwas, das ich tief in mir verinnerlicht habe: dass sich ohne Liebe nichts ändert, keine wahre, dauerhafte und weltbewegende Veränderung. Es ist die Liebe, immer die Liebe. Nichts anderes kann mich auch nur im Geringsten berühren. Ich könnte eine Geschichte erzählen – eine Geschichte der Liebe oder eine Geschichte der Angst. Jeden Tag entscheide ich mich dafür, diese unbeschriebene Seite zu glätten und eine bessere Geschichte zu erzählen.
Lasst uns also all die Geschichten ehren, die uns Mut und innere Stärke gaben, die Geschichten, die uns hierher geführt haben, die schönsten, die unsere Vorfahren für uns bewahrten, bis wir sie selbst tragen konnten. Lasst uns die Geschichten anerkennen, die es nun endlich loszulassen gilt, den Drachen beim Namen zu nennen, damit er fallen und sich in geflügelte Weisheit und Erkenntnis verwandeln kann. Lasst uns eine neue, gemeinsame Geschichte der Heilung und des Aufstiegs einer neuen Kraft auf Erden erschaffen, gegründet auf Liebe, getragen von Liebe und erfüllt von Liebe.
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Für weitere Inspirationen können Sie an einem einwöchigen Podcast für mystische Musik mit Carrie Newcomer teilnehmen, der am 19. Februar startet. Weitere Informationen und die Anmeldung finden Sie hier.
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2 PAST RESPONSES
Lovely song, lovely post. "Writing a Better Story was a song that could not have been written even a year before. I believe we come to a new story when the heart is ready. There is a line in the song 'I’m grateful for the words that I bookmarked, before I really knew I would need them for this part.' I think the soul leans into wholeness, it is gathering to itself what it needs for the next growing edge." My lived experience supports these observations. It may be decades before the meaning of some of the things we've bookmarked become clear to us. Now, I'm going to listen to the song again.
"Name the dragon ... so it can transform into winged wisdom"♡
As a Narrative Therapy Practitioner, and a survivor, I wholeheartedly agree. And would also add: it can be liberating to look at the layers of stories that influence how we see ourselves and each other and to know we have such wisdom as experts in our own lived experiences. We are also allowed to explore our life narratives for the stories that might be a bit buried and might help us see our worthy selves more fully and clearly.