Aufwachen. Nicht die Schlummertaste drücken. Beine über die Bettkante schwingen.
Rechts. Links.
Mach Musik an. Richtig gute Musik. So wie beim ersten Date, beim Hören neuer Schuhe oder, noch besser, beim Barfußlaufen.
Du brauchst einen Soundtrack fürs Leben. Hat dir das schon mal jemand gesagt?
Such dir etwas Besonderes aus deinem Kleiderschrank aus. Fühl dich wohl in deiner Haut. Zieh ein Kleidungsstück an, das eine Geschichte erzählt. Hab immer eine Geschichte zu erzählen, nur einen Fingertipp entfernt. Und falls dein gelber Pullover noch keine Geschichte hat, schwöre dir, dass er heute eine bekommt.
Trag an Regentagen bunte Strickjacken . Gummistiefel immer. Und wenn die Sonne scheint und dich jemand fragt, warum du in roten Gummistiefeln herumstapfst, sagst du einfach, dass du heute in Pfützen der Leidenschaft paradierst. Biete ihnen eine Flöte in der Parade an. Eine Posaune. Oder einen Platz in der ersten Reihe.
Nimm deine Tasche. Ein paar Haarnadeln. Ein Haargummi, du wirst eins brauchen. Ganz bestimmt. Denk ans Frühstück. Griechischer Joghurt vielleicht? Beeren? Honig ist gut fürs Herz. Roter Wasserkocher. Filterkaffee. Gelbe Tasse. Teelöffel Zucker, weil du einfach so süß bist.
Mantel. Falls Sie ihn brauchen.
Geh nach draußen.
Öffne anderen die Tür. Mach der Frau an der Ecke ein Kompliment. Frag dich, wie ein echter, menschlicher, lebendiger „Retweet“ aussehen würde und probier es mit dem Mädchen neben dir in der U-Bahn aus. Es muss ein Teil Gespräch, zwei Teile Zuhören und ein weiterer Teil Lernen sein, den du dann jemandem erzählst, wenn du die 59. Straße erreichst und den Rest des Weges zu Fuß zurücklegst, denn die Luft ist heute einfach zu gut für eine U-Bahn-Fahrt. Nimm die Menschen wahr. Schau ihnen in die Augen. Noch besser: Präge dir ihre Augenfarbe ein wie die Wurzeln spanischer Wörter, die du vor dem Test über Verben in der achten Klasse gelernt hast.
Erforsche Möglichkeiten, ein Segen zu sein.
Ja, recherchiere. Google. Zum Beispiel: Carepakete, Postkarten , Keksrezepte, kleine Aufmerksamkeiten. Ruf heute an, statt zu simsen. Schreib eine E-Mail, statt auf Facebook zu posten. Nutze deinen Status, um dein Netzwerk zu erweitern. Heb dir den ganzen Stress für deine Mutter auf, und wenn du ihr wirklich zugehört hast, weißt du, dass sie kein Fan von Drama ist. Also lass es los. Raus aus dem Fenster. Unter der Tür durch. Lass all die negativen Gedanken mit dem Winter, der nie kam, verschwinden.
Räum auf. Dein Zimmer. Dein Auto. Deine Geldbörse. Du wirst dich leichter fühlen. Du wirst feststellen, dass du nicht alles brauchst. Trenn dich von den Dingen, die dich belasten. Zurück. Immer noch an einem Ort festzustecken, der schon vor zwei Jahren abgelaufen ist. Wenn es zu schwerfällt loszulassen, dann veranstalte eine Abschiedsparty. Pack all die Erinnerungen in einen Karton und flüstere ihnen Lügen zu: „Ihr macht nur Urlaub. Ihr kommt bald wieder.“ Liebesbriefe ohne die Liebenden. Alte Hemden ohne die Ärmel, um sie einzuwickeln. Mach Platz für neue Liebesbriefe. Neue Hemden. Neue Ärmel. Kauf dir neue Fußmatten. Neue Dosenöffner.
Nimm dir Zeit für die Menschen, als wäre es deine einzige Aufgabe heute. Stell schwierige Fragen. Hör zu, auch wenn sie nicht antworten. Sag Dinge. Schwierige Dinge. Wichtige Dinge, die nicht in eine SMS passen. Dinge, die man getanzt hat, die man eigentlich nicht erwähnen wollte.
Vermeide Lügen. Erinnere dich an deine Gefühle und wie einfach sie sind.
Traurig. Glücklich. Müde. Fröhlich. Wie Rot im Kindergarten. Wie 2 x 2 in der zweiten Klasse.
Trink heiße Schokolade. Lass Stühle stehen und setz dich auf die Küchentheke. Vergiss ab und zu die Kalorien. Such dir einen Autor, dessen Worte dich wie Pralinen berühren. Setz dich auf die Küchentheke, trink heiße Schokolade, pfeif auf die Kalorien und lies laut aus Neruda vor.
Lerne ein paar griechische Wörter. Mach Pfannkuchen zum Abendessen. Schreib deine Träume auf, auch wenn du beteuerst, keine Zeit zu haben. Häng sie so hin, dass du sie sehen kannst. Zeichne den Baum, der dich den ganzen Morgen bedrückt. Seit deiner Kindheit. Seit ein paar Wochen. Eine große Familie. Eine Bewegung. Ein Bestseller. Ein Hochschulstudium.
Entscheide dich für eine Person, der du von dem Baum erzählst. Verabrede dich mit ihr auf einen Kaffee.
Frage dich selbst: Wie dicht ist mein Baum? Wie frisch sind die Blätter? Wie hoch reichen die Äste? Kann ich hinaufklettern? Traue ich mich, hinaufzuklettern?
Und wenn du den Baum vollständig gezeichnet hast, stell dir die wichtigste Frage von allen: Wird er eines Tages jemand anderem Schatten spenden?
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3 PAST RESPONSES
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Thank you Hannah and Daily Good for Always Sharing Heartfelt Pearls of Wisdom to twirl & sparkle, shine & Share. Love & Hugs from my lil heart to yours!
PS I'll keep sharing Hugs and True Tales of Hope, Kindness & Healing because I truly believe there are NO Strangers.
Good article it was inspirational. You never know who you're going to affect with a smilem, impactful gesture or a kind word