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In letzter Zeit fühle ich mich eher wie in Seattle als in Louisville, dank des ungewöhnlich regnerischen Wetters. Zwar hat der Regen einige Aktivitäten im Freien erschwert, aber eines meiner liebsten Morgenrituale unter der Woche konnte ich mir nicht nehmen lassen. Fast jeden Morgen, wenn ich zur Arbeit komme – in eine Tagesstätte für obdachlose Männer –, werde ich herzlich von einigen der nettesten Herren in ganz Louisville begrüßt. Einer dieser Herren ließ sich von den morgendlichen Regenschauern weder die Laune verderben noch meine.
James war früher ein Stammgast im Tierheim und eroberte schnell mein Herz mit seinen funkelnden Augen, seinem schüchternen Lächeln, seinem liebenswerten Wesen und seiner stillen Entschlossenheit. In den letzten Jahren hat James die Höhen und Tiefen seines Lebens mit mir geteilt, und obwohl er jetzt eine eigene Wohnung hat, findet man ihn fast jeden Morgen vor dem Tierheim – so auch heute.
Als ich im strömenden Regen den Bürgersteig entlangging und verzweifelt versuchte, meinen Regenschirm vor dem Umstülpen zu bewahren, entdeckte ich James, der an seinem üblichen Platz wartete. Er hatte keinen Schirm dabei, schien aber die Regentropfen, die auf seine Baseballkappe und Jacke prasselten, nicht zu bemerken. Als sich unsere Blicke trafen, grinsten wir beide und riefen uns wie jeden Tag Grüße zu. Als ich bei James ankam, umarmten wir uns, und während ich den Schirm über uns beide hielt, begannen wir unser Morgenritual: Wir erinnerten uns an unsere Erlebnisse des Vortages und unsere Pläne für den kommenden Tag. Heute fragte ich James, was er denn im Regen mache, und ohne zu zögern antwortete er: „Ich habe natürlich auf dich gewartet. Ich musste einfach nach meinem Freund sehen und sicherstellen, dass dein Tag gut beginnt.“
Ich bin James' fürsorgliche Art gewohnt, aber ich nehme sie nie als selbstverständlich hin. Heute jedoch hat mich diese Geste wirklich tief berührt. Es hat mich sehr bewegt zu wissen, dass es diesem lieben Menschen egal war, ob er nass wurde; er wollte nur sichergehen, dass es mir gut geht und ich einen schönen Morgen habe. Es war eine so liebevolle und aufrichtige Geste der Freundlichkeit, die weder Geld kostete noch länger als ein paar Minuten dauerte, und doch erwies sie sich als unbezahlbarer Moment, der meinen ganzen Tag positiv beeinflusste. Ein Lächeln und seine körperliche und emotionale Anwesenheit waren wie helle Sonnenstrahlen, die die Trübsal und den Regen durchbrachen, und James' Freundlichkeit regte mich im Laufe des Tages zu weiteren Gedanken an.
Was wäre, wenn jeder seinen eigenen „James“ im Leben hätte? Jemanden, dem so viel an ihm liegt, dass er ihm einen positiven Start in den Tag wünscht. Jemanden, der ihn mit einem breiten Lächeln und freundlichen Worten begrüßt. Jemanden, der sich die Zeit nimmt zu fragen: „Wie geht es dir?“ und dann wirklich zuhört. Jemanden, der im Regen auf ihn wartet. Wenn du das Glück hast, mindestens einen „James“ in deinem Leben zu haben, hoffe ich, dass du ihn/sie zu schätzen weißt. Ich hoffe auch, dass du, unabhängig davon, ob es einen „James“ in deinem Leben gibt oder nicht, darüber nachdenkst, selbst der „James“ für jemand anderen zu sein. Es braucht so wenig, um anderen so viel zu bedeuten, und wenn wir alle James' Beispiel der Fürsorge und Freundlichkeit folgen würden, könnten wir die Welt auf unzählige positive Arten verändern. Viel besser geht es nicht!
Jeden Tag nur eine Sache . . .

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6 PAST RESPONSES
Very well said. I know I tend to take for granted the kindness of the people I see on a usual basis through my work and activities. This is a great reminder to be thankful for them.
This is such a great example of the way we can make a big difference in a life. Love this...
"Even when a person has nothing, they can freely distribute kindness and smiles." -- quote by ME! Kathleen :o)
http://inspireresonate.word...
Here's to being the James in everyone's lives. It is so simple and yet has so much impact.
This is why I never leave home without my Free Hugs sign or tiny bottles of bubbles to share and of course, a smile. always a smile. Hugs from my heart to all of yours!
Yes, so touching. Its true let us be James in life whether there is a James in our life or not. Let us do it individually and spread the word.
My hope is that each day, I will gladden a stranger's life and make him or her happy our paths crossed.