Es ist toll, eine einzigartige, innovative Lösung für ein Problem zu finden, aber manchmal ist es genauso gut, eine bereits bestehende Idee aufzugreifen.
Die Stadt Tulsa, Oklahoma, plant, 25.000 US-Dollar für ein Programm bereitzustellen, das Betteln bekämpfen soll, indem es Obdachlosen Aufräumarbeiten und soziale Dienstleistungen anbietet. Die Idee stammt von der westlich gelegenen Nachbarstadt Albuquerque, New Mexico.
„Wir versuchen ganz sicher nicht, das Rad neu zu erfinden. Wir stehlen die Idee schamlos“, sagt Tulsas Bürgermeister GT Bynum, ein Republikaner, der im vergangenen Dezember gewählt wurde.
Tulsas Version ist eine exakte Kopie des Programms in Albuquerque – sogar der Name „There’s A Better Way“ wurde übernommen. Die Initiative dieser Stadt startete 2015 und stellte 50.000 US-Dollar aus dem Jahresbudget bereit, um zweimal wöchentlich 10 bis 12 Tagelöhner einzustellen. Sie erhielten neun Dollar pro Stunde und Zugang zu Sozialarbeitern, die ihnen bei der Suche nach einer Festanstellung helfen konnten.
Das Programm war so erfolgreich, dass seine Finanzierung um fast 500 Prozent erhöht wurde.
Mit knapp 400.000 Einwohnern weist Tulsa eine beträchtliche Anzahl an Obdachlosen auf. Im Jahr 2016 lebten zwischen6.000 und 7.000 Menschen auf der Straße. Diese Zahl mag im Vergleich zu den Obdachlosenzahlen in Städten wie New York und Los Angeles gering erscheinen, ist aber in der mittelgroßen Stadt Tulsa dennoch auffällig.

Ehemalige Bettler arbeiten im Rahmen des Programms „There’s A Better Way“ als Tagelöhner in Albuquerque. Foto mit freundlicher Genehmigung von There’s A Better Way
Die Präsenz von Bettlern bereitet den Geschäftsleuten in Tulsas Sorgen, sagt Bynum, und die Einwohner der Stadt wünschen sich Veränderung. Nach Bynums Wahl wurde sein Social-Media-Account mit einem Artikel der Washington Post über die Initiative in Albuquerque überschwemmt.
Vor der Einführung des Better Way-Programms hatte Tulsa vorgeschlagen, das Betteln einzuschränken, indem man von Bettlern auf der Straße eine Lizenz verlangte. Wer dies nicht tat oder in einem verbotenen Bereich bettelte, musste mit einer Geldstrafe rechnen .
Bynum argumentiert jedoch, dass Strafmaßnahmen nicht die eigentliche Ursache für das Betteln angehen würden.
Auch in Dallas und Portland, Maine , gibt es Pläne zur Umsetzung von „There's A Better Way“ in den jeweiligen Städten.
Mehr dazu: http://nationswell.com/tulsa-better-way-day-jobs-panhandlers/#ixzz4jZfxmOcE
COMMUNITY REFLECTIONS
SHARE YOUR REFLECTION
3 PAST RESPONSES
Way to go, Tulsa (and of course Albuquerque!) !!!! Brilliant idea.
Well, I never thought I would say I was proud of Tulsa, but I am proud of Tulsa - good for them. Good begets good - peace begets peace, et al with compassion, unity, community - and it's all a by product of love, where ever that love springs from in the first place.
I hope this type of thing grows.
Start small and simple,just acknowledge people who you meet.