
Für Millionen von Menschen weltweit bleibt jede Art von Reise ein unerfüllbarer Traum. Und damit ist nicht nur die Reise zum Vergnügen oder zur Erholung gemeint, sondern auch die wenigen Kilometer vom Dorf zur Schule oder Klinik. Für viele ist die Unfähigkeit zu reisen eine Frage des Überlebens.
Unzählige Menschen in Afrika leben in abgelegenen Dörfern, stundenweit von der nächsten Kleinstadt entfernt. Ohne Transportmittel oder sonstige Reisemöglichkeiten sind sie von der Außenwelt abgeschnitten. Ohne diese Möglichkeit ist es nicht nur unmöglich, sie in Notfällen zu erreichen, sondern auch sicherzustellen, dass sie die grundlegende Gesundheitsvorsorge erhalten, die für ihr Überleben unerlässlich ist. Babys werden nicht geimpft, Frauen schlafen nicht unter Moskitonetzen, und Mütter gebären allein.
Milliarden von Dollar werden für die Entwicklung von Medikamenten und für den Kauf von Moskitonetzen für einige der ärmsten Länder der Welt ausgegeben. Ihr Ziel sind die Menschen in den entlegensten Gebieten. Doch sie erreichen sie nie. Ohne Transportmöglichkeiten ist es unmöglich, die letzte Meile zu erreichen, wo die Hilfe wirklich etwas bewirken kann.
Man geht davon aus, dass es sich um ein technologisches Problem handelt, ein Problem, für das wir noch keine Lösung gefunden haben. Genau das dürfte der Grund dafür sein, dass die Gesundheitsversorgung die Menschen in abgelegenen Gemeinden nicht erreicht.
Deshalb investieren wir weitere Milliarden in die Mobilisierung von Technologien zur Verbesserung des Informationsflusses oder in neue Transportmittel, die diese Kluft endlich überbrücken sollen. Die Lösung ist immer zum Greifen nah.
Nur dass es das nicht ist.
Die Lösung ist da und jetzt. Mit dem richtigen Motorrad kann ein Gesundheitshelfer nahezu jedes Gelände befahren. Die richtigen Allradfahrzeuge erreichen bei richtiger Fahrweise fast jeden Ort. Riders for Health mobilisiert 1.400 Fahrzeuge in sieben afrikanischen Ländern. Unsere Fahrzeuge decken alle Bereiche der Gesundheitsversorgung ab – von Notfallüberweisungen über Kinderimpfungen bis hin zur Medikamentenversorgung der entlegensten Familien.
Egal wie schwierig die Umsetzung ist, der Transport muss instand gehalten werden – nicht erst repariert werden, wenn er ausfällt. Das ist zu teuer und unberechenbar. Riders nimmt sich ein Beispiel an den Fluggesellschaften. Lässt man es nicht ausfallen, sind die Folgen verheerend.
Wir wissen, dass es funktioniert – nicht nur, weil Riders for Health es bewiesen hat, sondern weil wir es in den meisten Teilen der Welt täglich praktizieren. Das Wichtigste bei jeder Reise ist Zuverlässigkeit – sei es bei der Gesundheitsversorgung im ländlichen Malawi oder bei einem Traumurlaub. Wir würden nicht fliegen, wenn wir den Eindruck hätten, dass die Flugzeuge nicht gewartet werden, und deshalb sorgen die Fluggesellschaften dafür. Derselbe Fokus sollte auch auf die Wartung der Fahrzeuge gelegt werden, die für die Gesundheitsversorgung in Afrika eingesetzt werden.
In unserem Bestreben, Neues zu entwickeln – Raumfahrt, autonomes Fahren und unbemannte Drohnen – haben wir vergessen, wie sehr wir auf die grundlegenden Transportmittel angewiesen sind, die unser aller Leben am Laufen halten. Es ist nichts Verkehrtes daran, nach neuen Lösungen für Probleme zu suchen, aber wir dürfen nicht einfach die bereits vorhandenen Antworten ignorieren.
Ob neue oder alte Technologie – regelmäßige Wartung ist unerlässlich für einen zuverlässigen Betrieb. Das Ergebnis ist nicht nur eine verbesserte Gesundheitsversorgung – Gesundheitsfachkräfte können bis zu sechsmal so viele Patienten behandeln und doppelt so viel Zeit mit ihnen verbringen –, sondern es entstehen auch Arbeitsplätze und Qualifikationen. Für Wartung und Management wird ein ganzer Wirtschaftszweig mit qualifizierten Technikern benötigt. Diese komplexen Tätigkeiten scheinen zwar weit entfernt vom Gesundheitswesen, sind aber genauso wichtig wie die von Ärzten und Wissenschaftlern.
Da Reisen für die meisten von uns immer unkomplizierter wird und uns näher zusammenbringt, dürfen wir nicht vergessen, dass die Welt erst durch die Vernetzung der Menschen, die auf der allerletzten Meile leben, wirklich verändert werden kann.
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Wonderful initiative. Here's to embracing the solutions & using/providing transportation everywhere!