Stellen Sie sich Folgendes vor: Ich gehe auf fünf Skateboard fahrende Männer an der Statue im Prospect Park zu, sie unterhalten sich miteinander, und ich gehe auf sie zu und sage: „Hey, ich habe ein Gedicht über euch geschrieben, für euch, darf ich es euch vorlesen?“
Alle fünf schauen mich an, als wollten sie fragen: „Was zum Teufel passiert hier?“ Dann sagen sie einer nach dem anderen: „Ja, klar, mach schon.“ Mein Akku hat nur noch 1 %. Er könnte leer sein, bevor ich überhaupt anfange. Ich bin eine weiße, queere Frau in den Vierzigern, dick eingepackt und zum Joggen angezogen, sodass nur meine Augen zu sehen sind. Sie sind fünf junge, farbige Männer in ihren Zwanzigern, alle maskiert. Zugegeben, so eine Situation würde man normalerweise belächeln. Aber mach ruhig mit.
Ich wäre beinahe direkt an ihnen vorbeigelaufen, nachdem ich es geschrieben hatte, aber dann dachte ich: Warum sollte ich meiner Muse nicht sagen, dass sie meine Muse ist? Was kann schon schiefgehen?
Ich bin noch nicht lange in der Welt der Poesie unterwegs, aber ich mag es, dass man Gedichte so viel leichter teilen kann als ein ganzes Theaterstück. Man kann einfach jemandem ein Gedicht geben.
Ich möchte das auch mit euch allen teilen. Ich glaube wirklich, dass Kunst heilt, uns öffnet, Brücken baut und uns das Gefühl gibt, weniger allein zu sein. Zumindest für mich ist das so. Und ich habe es geliebt, ihnen beim Eislaufen zuzusehen; ihre Freude hat mich sehr glücklich gemacht.
Skater in Rot und Schwarz
Bretter drehen sich
unter weißen Turnschuhen
Junge Hochbegabte und
sich gegenseitig anstacheln
Ein leises Yehhhhhh
Jubelnde Grinsen
Sticheleien
Woohoo, da ist es ja!
Erklimmen zweier umgestürzter Kegel
Orange am Straßenrand und Blau für den Notruf 911
Das sind die glücklichsten Männer
Eingebettet zwischen Platanen
Decks kollidieren
scheinbar ahnungslos
Bis zu fünfundzwanzig Grad
Unter der Sonne Brooklyns
Für alle, die sich gefragt haben, was sie dachten – sie waren überwältigt. Sie fanden es toll, Gegenstand eines Gedichts zu sein. Sie gaben mir alle High Fives. … Es war ein Ausdruck von Zuneigung. Ich hatte sie geliebt und konnte es ihnen nun zeigen. Und sie erwiderten diese Zuneigung. Und kaum zu glauben, dass ich mich umgedreht und gedacht hätte: „Was soll’s?“ und es ihnen vorgelesen hätte. Ich meine, es war schon komisch … „Hey, ich habe euch ein Gedicht geschrieben, darf ich es euch vorlesen?“ … aber was für ein Spaß!
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8 PAST RESPONSES
Love the story - and the poem. I can see and feel the joy in those moments of sharing. Thank you.
Your story made me happy.
It’s really interesting, because, obviously, you took a great risk. Whenever we share our personal creativity, it’s a risk, but way more so sharing with complete strangers. Brava for that! (And the poem is really really beautiful..,)
Ah, yehhh, healing the world one small act at a time.
A wave and a smile go a long to smooth another’s journey, and perhaps even soften a bully’s heart. }:- a.m. proverb on the hoof
That is a wonderful story and poem. Sharing with the muse. Love it!
Thank you for these pure-hearted demonstrations of love. You "See No Strangers!"
Thank you Winter for listening to your inner voice that said, "stop & share"
I resonate deeply!
I've had the most amazing and deep connection in the streets, on subways,
busses, sidewalks when I simply stop and connect. usually I'm the one initiating. Though at times, it's also the willingness to stop and engage ♡
In DC, it was with Mr Weeks, a towering man with a booming voice, ebony skin and a twinkly grin. I'd see him when I walked to work. I dress rather "loudly" in pink with like green, turquoise blue and Mr Weeks began our initial connection with "hello, where you goin' dressed like that on a Tuesday morning?"
I began our connection by stopping & responding, "World Bank where I'm teaching Storytelling"
Mr Weeks: "phhhhhpppphhht, World Bank?! They don't need you, the kids, the teens, they need you..."
And thus began the glorious nearly daily encounters and conversations, "being schooled" by Mr Weeks. And my payment to Mr Weeks were Hugs. Initial offer from me to him and his response, "hugs are, at times, better than any money"
I always carry my Free Hugs sign in my bag... Mr Weeks would see me halfway down the block and be ready for me with arms open.
Thank you again Winter, for your courage to connect & reminding me of Mr Weeks.
[Hide Full Comment]Hugs from my heart to yours,
Kristin