Ich fühle mich unendlich privilegiert, denn seit 40 Jahren engagiere ich mich für die Förderung regionaler Werte und erhalte so viele positive Rückmeldungen aus der Basis, wo sich Gemeinschaften, insbesondere im Bereich regionaler Lebensmittel, engagieren. Dort erlebe ich den beeindruckenden Willen der Menschen, wieder zueinander zu finden. Sie hören auf ihren Körper, auf ihr Herz und beschreiten einen klaren Weg zu einer tiefen Verbundenheit mit dem Leben. Es findet ein kultureller Wandel statt, mit zunehmender Wertschätzung für indigene Kulturen, für das Weibliche und für Tierrechte. Doch meiner Ansicht nach hat sich dieser kulturelle Wertewandel nicht in einer neuen wirtschaftlichen Entwicklung niedergeschlagen. Unsere Regierung und die Wirtschaftsführer steuern weiterhin ängstlich auf sogenanntes Wachstum zu, um die Wirtschaft um jeden Preis am Leben zu erhalten. Aber wie bereits erwähnt, gibt es zahlreiche Belege dafür, dass sie nicht die Stimme der Mehrheit vertreten. Bei Local Futures erhalten wir täglich mehr Informationen über inspirierende Initiativen, in denen Menschen Gemeinschaften und die lokale Wirtschaft stärken, wobei der Fokus auf Lebensmitteln liegt.
Einer meiner Lieblingsautoren ist Joseph Chilton Pierce. Er schrieb „Die Biologie der Transzendenz“, ein wirklich beeindruckendes Buch. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir seine Ausführung zum Fall Polens. Ich bin zwar kein großer Kenner der polnischen Geschichte, aber ich verstehe, worauf er hinauswill: Polen ist schon oft gefallen, doch in einer dieser Krisen gab es eine Gruppe von Bauern, die im ganzen Land eng zusammenarbeiteten. Als alles andere zusammenbrach, half ihnen diese Gemeinschaft, alles wieder aufzubauen. Pierce meinte, das Ziel sei vielleicht gar nicht, die Weltgemeinschaft auf einmal in eine bestimmte Richtung zu lenken, sondern vielmehr, kleine Rettungsboote des Zusammenhalts zu bauen. Genau das erlebe ich gerade hier vor Ort. Und auch über das Internet vernetzen sich lokale, eng verbundene Gruppen, um sich auszutauschen, zu sehen, was andere tun, und dann vor Ort zu überlegen, wie man diese Verbindungen weiter stärken kann. Das war für mich eine der größten Freuden dieser Zeit: eine ganz neue Wertschätzung für meine globalen Gemeinschaften, in denen wir uns per Zoom treffen und einfach mal nachfragen. Wir tauschen uns jetzt mehrmals pro Woche aus, und es ist einfach wunderschön, wie viel Fürsorge gezeigt wird. Ich finde das sehr hoffnungsvoll und hilfreich, dass wir alle auf unsere Weise ein Netzwerk des Zusammenhalts und der Solidarität aufbauen können. Ich möchte auch betonen, dass manche behaupten, der Mensch sei das Virus und Corona die Medizin für uns. Und dann heißt es oft: „Wir sind entbehrlich, wir müssen nicht hier sein, wir sind nur Ärger.“ Etwas, wofür ich meiner Kultur unendlich dankbar bin – und was ich tief in mir verinnerlicht habe – ist der Glaube, dass wir aus einem bestimmten Grund hier sind, dass uns ein Platz auf diesem heiligen Lebenskreis gegeben wurde und dass alles Leben durch unsere Anwesenheit immer mehr gedeihen wird. Das ist für mich die große Frage: Wie sieht dieser Weg aus? Wie können wir hier sein, damit dies geschieht, damit wir die Bestimmung der fünffingrigen Präsenz auf diesem heiligen Kreis wirklich erfüllen?
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Thank you Pat for acknowledging the many layers and complexities of lenses through which we view the world and paradigms. Thank you for also acknowledging joy, our desire for it and that we all have a place on the sacred hoop. Here's to hope and here's to creating community.
A beautiful life indeed. 🙏🏽♥️
And only one little correction to Grandpa Nick’s quote above, the English spelling of the Lakota for “Great Spirit” is rendered “Wakan Tanka” (the ‘n’ was left out). }:- a.m.
Patrick Perching Eagle (Wanbli Iyotake)
—Irish Lakota