Ich habe hellhäutige Besucher dieses Flüchtlingslagers von Fenstern sprechen hören, die so groß wie eine Kuh sind und deren Glas sich weit öffnen lässt. Diese Geschichten klingen absurd. Solche Fenster wären völlig unpraktisch!
Wir Dinka-Fenster lassen natürlich etwas Luft herein; aber in erster Linie sind wir für Sicherheit und Komfort ausgelegt. Seht mich an: ein Dreieck, kleiner als ein zerbrochener Teller. Kein Dieb, Vergewaltiger oder Plünderer könnte durch mich hindurchgehen!
Wäre ich groß, welchen Sinn ergäbe das? Ein Fenster von der Größe einer Kuh könnte den ständig wirbelnden Sand nicht abhalten. Sand würde den Kochtopf, die Schlafmatte und die Gesichter der Kinder bedecken. Er würde sich in ihren Haaren verfangen, zwischen ihren Zähnen kleben und ihre Augen trüben. Ein Fenster von der Größe einer Kuh wäre kein Schutz vor der drückenden Tageshitze. Es könnte das kühle Innere dieser Lehmwände nicht bewahren, das der Familie, die darin wohnt, jetzt etwas Erleichterung verschafft. Außerdem wäre ein Fenster von der Größe einer Kuh eine offene Einladung für Mücken, sich in der Dämmerung und im Morgengrauen zu laben, und für tollwütige Fledermäuse, sich hier nachts einzunisten. Auch würde ein solches törichtes Fenster keinerlei Schutz vor den neugierigen Blicken der Nachbarn bieten.
Nein, ich bin ein wunderschönes Dinka-Fenster, handgefertigt von der Mutter, die dieses Haus gebaut hat. Sie selbst mischte Erde und Wasser zu den Lehmziegeln. Sie selbst trocknete sie in der Sonne. Sie selbst stapelte sie zu diesem runden Tukul. Und das Beste kommt zum Schluss: Sie formte meine bescheidene, dreieckige Vorderseite. Sie schuf mich perfekt, um die Sonnenstrahlen hereinzulassen und gleichzeitig die lauernden Gefahren fernzuhalten. Hast du es nicht gesehen? Etwa alle sechs Monate bestreicht sie die geschwungenen Wände mit frischem, feuchtem Lehm, um die hungrigen Termiten fernzuhalten und die Ziegel vor dem Zerbröckeln unter der Äquatorsonne zu schützen.
Ja, ich bin ein stolzes und schönes Dinka-Fenster. Du könntest von mir lernen.
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Ahh the Dinka window, like a hole in the flute . . . “see” the world, listen to the music. }:- a.m.
Thank you. Indeed, we pale skinned peoples have so much to learn from our dark skinned sisters and brothers. Maybe we will finally really listen to their wisdom.