18. Mai 2015
„Trommeln ist möglicherweise die älteste Form der aktiven Meditation, die der Menschheit bekannt ist.“
Was haben Meditation und Trommeln wohl gemeinsam? Diese Frage stelle ich mir, seit ich die weltberühmte Klangheilungsexpertin Jill Purce sagen hörte: „Der Zweck des Klangs ist die Stille.“
Zunächst einmal helfen uns sowohl Meditation als auch Trommeln, den Kopf frei zu bekommen und ins Herz zu finden. Sie tun dies nur auf unterschiedliche Weise. Bei der Meditation konzentriert sich der Geist auf den Atem. Beim Trommeln wird der Rhythmus zu einem Mantra, das unsere Aufmerksamkeit fesselt. Man kann nicht trommeln und gleichzeitig denken. Beides wirkt wie ein Klärungsinstrument für den Geist; es befreit den mentalen Raum von Sorgen und negativen Gedankenmustern.
Zweitens konzentrieren sich sowohl Meditation als auch Trommeln auf das Erinnern statt auf das Lernen. Meditative Zustände sind ganz natürlich und einfach, aber nicht leicht. Ähnlich verhält es sich mit dem Trommeln. Im Rhythmus begegnen wir der Erinnerung an Herzschläge im Mutterleib und an Rhythmen, die unser Körper ausdrücken möchte.
Drittens sind sowohl Meditation als auch Trommeln Werkzeuge, um mit spirituellen Sphären und dem Nicht-Physischen in Verbindung zu treten. Wir beschreiten die Pfade der Stille und des Rhythmus als Portale in den spirituellen Raum, wo wir tief durchatmen, entspannen und uns wieder mit Herz und Seele verbinden.
Aber es gibt einen Unterschied.
Trommeln kann dich vielleicht schneller ans Ziel bringen. Trommeln ist vielleicht sogar besser geeignet für hyperaktive, überaktive Menschen mit ADHS, wie mich! Nach einem Trommelkreis beim Teton Wellness Festival kam eine Teilnehmerin auf mich zu und erzählte mir, dass ihr das Trommeln geholfen habe, sofort in ihre Meditation einzutauchen.
Hier sind ein paar Tipps, wie man sich durch Trommeln in Stille versetzen kann;
Schaffe dir einen geschützten Raum, in dem du zur Ruhe kommen kannst.
Bereite dich auf das Trommeln vor, indem du deine Hand auf dein Herz legst. Atme tief ein. Formuliere deine Intention für deine Meditation. Lege deine offene Hand auf die Trommel und reibe sie in kreisenden Bewegungen, um deine Intention in die Trommel einfließen zu lassen.
Jetzt kannst du loslegen. Spiele einen einfachen Puls, Rhythmus oder was sich für dich gut anfühlt. Denk nicht nach. Denk nicht nach. Denk nicht nach. Du kannst auch eine Play-Along-CD verwenden, zum Beispiel „The Healing Drum Kit“, das 27 Play-Along-Rhythmen für verschiedene Intentionen enthält. Der konkrete Rhythmus ist nicht so wichtig wie das Loslassen jeglicher Selbstkritik und die Befreiung deiner Kreativität.
Gönnen Sie sich mindestens vier Minuten Zeit, um in den Rhythmus zu finden. Deutliche biologische Anzeichen von Entspannung treten typischerweise nach vier Minuten Trommeln auf.
Wenn du bereit bist, beende das Trommeln, indem du es in Stille ausklingen lässt.
Lege deine Trommel beiseite und konzentriere dich auf deinen Atem. Spüre den Rhythmus deines Atems, wie er sanft durch deinen Körper trommelt. Verweile in dieser meditativen Ruhe so lange du möchtest, während du meditierst.
Beende deine Übung, indem du deine Trommel sanft zurückbringst und ihr die gebührende Ehre erweist.
Für weitere Inspirationen nehmen Sie am Samstag an einem Awakin Call mit Christine Stevens teil: „Drumming Spirit in Nature and Communities“ (Drumming Spirit in Nature and Communities). Weitere Details und Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.
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