Das sollt ihr tun: Liebet die Erde, die Sonne und die Tiere, verachtet Reichtümer, gebt jedem Almosen, der euch bittet, setzt euch für die Dummen und Verrückten ein, widmet euer Einkommen und eure Arbeit anderen, hasst Tyrannen, streitet nicht über Gott, seid geduldig und nachsichtig mit den Menschen, zieht euren Hut vor nichts Bekanntem oder Unbekanntem, vor keiner Person oder Personengruppe, verkehrt frei mit mächtigen, ungebildeten Personen, mit der Jugend und mit Familienmüttern, lest diese Blätter zu jeder Jahreszeit eures Lebens im Freien, hinterfragt alles, was man euch in der Schule, in der Kirche oder in irgendeinem Buch erzählt hat, verwerft alles, was eure Seele beleidigt, und euer Fleisch soll ein großes Gedicht sein und nicht nur in seinen Worten die reichste Flüssigkeit besitzen, sondern auch in den stillen Linien seiner Lippen und seines Gesichts, zwischen den Wimpern eurer Augen und in jeder Bewegung und jedem Gelenk eures Körpers.
UND EINES VON MIR: WÄHLE DIE AUGEN DER LIEBE
Was wir sehen, ist nie die reine Realität, rein wie die Raumzeit – was wir sehen, ist unsere Interpretation der Realität, gefiltert durch die Linse unserer Erfahrung und unserer konditionierten Weltsicht. Unsere Sichtweise prägt stets, was wir sehen; oft entpuppt sich die Linse, die wir für eine Lupe halten, als verzerrter Spiegel – wir sehen andere nicht so, wie sie sind, sondern so, wie wir sind. (Wir wissen das, wie der Mensch am besten versteht – indem er sich auf sich selbst konzentriert: Wir alle kennen dieses schreckliche, hohle Gefühl, von anderen nicht so gesehen zu werden, wie wir sind, sondern so, wie sie sind, in unseren Motiven und unserem innersten Wesen schmerzlich missverstanden und falsch interpretiert zu werden.)
Es ist ein Dienst an der Realität, die Dinge mit größerer Liebe zu interpretieren. Es ist ein Dienst an den anderen Menschen, sie, so verwirrt und selbstbezogen sie auch sein mögen, mit den Augen der Liebe zu betrachten und so lange wie möglich zu verhindern, dass der Katarakt des Urteils unsere Sicht verstellt.
Den Wunsch zu verstehen über den Wunsch zu stellen, Recht zu haben – und mit Thich Nhat Hanh zu erkennen, dass „Verständnis der andere Name der Liebe ist“ – das ist das größte Geschenk, das wir einander machen können.

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Fearless Minds and confidence must rest in our wrists is a daily mantra cheerfully put into practice by the differently-abled living and working in the Forest of Bliss. "Fearlessness is what love seeks. Love as craving is determined by its goal, and this goal is freedom from fear. Such fearlessness exists only in the complete calm that can no longer be shaken by events expected of the future. Hence the only valid tense is the present, the Now" - Arendt