„ Manchmal ist es notwendig, einer Sache ihre Schönheit wieder beizubringen. “
~ Galway Kinnell
Auch wenn du es vielleicht nicht erkennst, ist dein Alltag bereits heilig. Alles entspringt einer einzigen Quelle. Alles ist ein erlesener Ausdruck des Lebens, des reinen Seins.

Eine meiner Klientinnen berichtete, dass sie Dinge in ihrem Leben, die ihr vorher nie aufgefallen waren, zunehmend bewusster wahrnimmt. Sie freut sich, wenn jemand Unerwartetes vor ihrer Tür steht. Sie geht entspannt durch den Tag und reagiert mit Leichtigkeit auf alles und jeden. Und wenn sie draußen spazieren geht, ist sie mit allen Sinnen im Einklang.
Das sind neue Erfahrungen für sie, aber dieses tiefere Bewusstsein war ihr schon immer gegeben. Die Dinge werden nicht zarter oder heiliger. Die Art und Weise, wie ihr die Natur erscheint, hat sich nicht verändert.
Was hat sich geändert? Ihre Perspektive.
Anstatt im mentalen Lärm zu leben, ist sie eher bereit, ihre Reaktionen freundlich zu begrüßen, wenn sie getriggert wird, und sie einfach zuzulassen. Sie ist langsamer und ruhiger, sodass sie Raum hat, alles zu sehen und wertzuschätzen.
Sie ist einfühlsam und dankbar – und ihr Herz wird immer wieder berührt.
Wir erkennen das Heilige um uns herum – und dazu gehören auch wir selbst – und halten nichts für selbstverständlich.
Entdecken, was heilig ist
Das ist das Heilige im Alltag.
Wenn etwas als heilig anerkannt wird, weiß man, dass es eine Qualität besitzt, die über die materielle, physische Welt hinausgeht. Es unterliegt nicht der Analyse, Beurteilung oder Interpretation des Verstandes.
Es wird von Gnade erleuchtet. Es mag gewöhnlich aussehen, doch wenn wir ihm begegnen, ohne dass etwas im Weg ist, sind wir von seiner bloßen Existenz beeindruckt.
Wenn wir das Heilige um uns herum erkennen – und uns selbst eingeschlossen –, nehmen wir nichts als selbstverständlich hin. Dann ist alles und jeder ein Geschenk, eine Überraschung, ein Ausdruck des Lichts des Bewusstseins.
Oh, die Regenpfützen vor meinem Fenster! Ich kann atmen! Ich kann meine Freundin in den Arm nehmen, die gerade ihren Mann verloren hat.
Die meisten von uns brauchen eine Erinnerung – ein sanftes Klopfen auf die Schulter, das uns aus dem Lärm des Geistes heraus und in die lebendige Realität des gegenwärtigen Augenblicks einlädt.
Und hier sind Rituale und Praktiken hilfreich.
Eine Freundin hat zu Hause einen Altar, den sie jeden Morgen ehrfürchtig besucht. Eine andere vertieft sich in Bücher, die die Schönheit des Seins in der Natur beschreiben. Und eine andere beginnt den Tag mit einer geführten Meditation, die sie in der Gegenwart erdet.
In jedem Moment bewusster Wahrnehmung sind Sie hier: friedlich, frei und vollkommen lebendig.
Ihre Rituale und Praktiken
Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich an die Heiligkeit aller Dinge zu erinnern. Hier sind einige Vorschläge:
- Stellen Sie einen Alarm mit sanftem Klingeln ein, der Sie zu jeder Tageszeit durch die Anwesenheit einer Person aufweckt.
- Verbinden Sie bewusstes Atmen mit einer alltäglichen Handlung, wie etwa Aufstehen oder dem Drang, Ihre E-Mails zu checken.
- Lesen oder hören Sie etwas, das Sie inspiriert, bevor Sie abends das Licht ausmachen oder direkt nach dem Aufwachen;
- Sprechen Sie ein Dankgebet, bevor Sie mit dem Essen beginnen.
- Gehen Sie in ein belebtes Café und sehen Sie die Zärtlichkeit in jedem (das hier gefällt mir!).
- Nehmen Sie sich vor, langsamer zu werden und darauf zu achten, wenn Sie sich in Eile befinden.
Der Verstand sagt dir vielleicht, dass du keine Rituale und Übungen brauchst, wenn du schon weit auf dem Weg zum Erwachen bist. Und das ist eine Gelegenheit, nicht auf den Neinsager zu hören.
Erlauben Sie sich, alles zu tun, was nötig ist, um die Erfahrung des Bewusstseins zu vertiefen. Überlegen Sie sich Aktionen, die Sie zurück in die Weite jenseits Ihres persönlichen Selbst führen, und integrieren Sie sie in Ihren Alltag.
In jedem Moment bewusster Wahrnehmung sind Sie hier: friedlich, frei und vollkommen lebendig.
Was ist mit dir?
Welche Rituale und Gewohnheiten haben Sie für die Heimkehr? Haben Sie irgendwelche Widerstände dagegen? Ich freue mich über Ihre Berichte und Kommentare.
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Thank you for this! One of my practices is to revel in the amazing of every day seemingly small things such as, sight: oh my gosh, I can see! What do I see right now? Oh my gosh, I can hear, what am I hearing right now? Oh my gosh, my hands can touch? What can they touch and appreciate right now? These seemingly small awarenesses bring not only gratitude, but also bring me completely present in the moment. Ah, yes! And breathing! How lucky we are!
Hugs from my heart to yours,
Kristin
No matter where I am or what I may be doing at the time, I will often just sit down and spend an unplanned, untimed space of simply looking and listening. Just taking it all in without judgment or trying to “see” more into it. Just being present . . .