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Harte Zeiten Erfordern Wildes Tanzen

Ich bin das jüngste von acht Geschwistern. Fünf von uns sind gestorben. Ich teile Verluste, gesundheitliche Sorgen und andere Herausforderungen, die dem menschlichen Dasein innewohnen, besonders in Zeiten von Krieg, Armut, Umweltzerstörung und Gier, die selbst die kreativste Vorstellungskraft übersteigen. Manchmal ist das alles einfach zu viel. Einst litt ich unter periodischen schweren Depressionen, einem Zeichen psychischen Leidens in meiner Familie, das jedes Geschwisterkind anders betraf, doch heute bin ich zu jemandem herangereift, den ich mir nie erträumt hätte: ein ungezügelter Optimist, der das Glas immer als voll sieht. Es mag halb voll mit Wasser sein, das an sich schon kostbar ist, doch in der anderen Hälfte befindet sich ein Regenbogen, der nur im leeren Raum existieren kann.

Ich habe tanzen gelernt.

Es ist nicht so, dass ich vorher nicht tanzen konnte; jeder in meiner Gemeinde konnte tanzen, selbst diejenigen mit mehreren linken Füßen. Ich wusste nur nicht, wie wichtig Tanzen für die Balance ist. Dass Afrikaner (bei ihren Zeremonien und Ritualen) ständig tanzen, zeigt, dass sie sich dessen bewusst sind. Eines Tages beim Tanzen fiel mir auf, dass die wunderbaren Bewegungen, für die Afroamerikaner auf der Tanzfläche berühmt sind, daher rührten, dass die Tänzer, besonders früher, verschiedene Verspannungen lösten. Manche der uns überlieferten Bewegungen im unteren Rücken, die uns nur sinnlich erschienen, entstanden zweifellos nach einem Tag Arbeit über Pflug oder Hacke auf der Plantage eines Sklaventreibers.

Um die Rolle des Tanzes bei der Heilung von Familien, Gemeinschaften und Nationen zu würdigen, mietete ich einen örtlichen Saal und eine lokale Band und lud Freunde und Familie von nah und fern ein, an Thanksgiving zusammenzukommen, um unseren Kummer wegzutanzen oder ihn zumindest besser in unseren Alltag zu integrieren. Die nächste Generation meiner Familie, die den kürzlichen Tod meiner Schwägerin, meiner Mutter, betrauerte, entwickelte einen temperamentvollen Line Dance, der mir versicherte, dass wir, obwohl wir alle unseren Anteil an Kummer und Sorgen erlebt haben, immer noch die Linie von Schönheit, Form und Takt halten können – keine geringe Leistung in einer so herausfordernden Welt wie dieser.

Harte Zeiten erfordern wildes Tanzen. Jeder von uns ist der Beweis.
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COMMUNITY REFLECTIONS

2 PAST RESPONSES

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Kristin Pedemonti Jul 1, 2020

Thank you so much for the reminder of the release of trauma, of hurt, of pain in dance. May we dance together, apart <3

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Patrick Watters Jul 1, 2020

When I saw this title, “Hard Times Require Furious Dancing”, I immediately recalled the Sufi dervishes. Indeed we are one in our need to dance furiously in times such as these!